Kooperationen

Heidelberg Pharma unterhält weltweite Kooperationen und Lizenzabkommen mit akademischen und klinischen Einrichtungen sowie mit Pharma- und Biotechunternehmen. Partnerschaften stellen einen wichtigen Baustein der Kommerzialisierungsstrategie des Unternehmens dar. Heidelberg Pharma konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung seiner proprietären ATAC-Technologie und arbeitet daran, die Forschungskooperationen zu längerfristigen und umfassenderen Lizenzvereinbarungen weiterzuentwickeln sowie weitere Material Transfer Agreement (MTA)-Partner für Evaluationsprojekte zu gewinnen. In diesem Modell bringt Heidelberg Pharma ihre Toxin-Linker-Technologie als Sachleistung und jeweils andere Biotechnologieunternehmen deren klassische Antikörper oder neuartige Antikörperformate, wie z. B. Antikörperfragmente, in die Kooperation ein. Es sollen gemeinsam neuartige ATACs bis zu einem präklinischen Stadium entwickelt werden, in dem Wirksamkeit und Verträglichkeit aussagekräftig beurteilt werden können. Mit dem jeweiligen Partner wird später entschieden, ob eine gemeinsame klinische Entwicklung darstellbar ist, oder ob eine unmittelbare Lizenzierung oder Veräußerung des Produkts an Dritte bevorzugt wird. Zu den Entwicklungspartnern der ATAC-Technologie gehören beispielsweise Magenta und Takeda.

Für die bisherigen klinischen F&E-Projekte der Heidelberg Pharma AG, die zukünftig nur gemeinsam mit Lizenzpartnern weiterentwickelt werden sollen, wurden bereits Entwicklungs- und Vermarktungspartnerschaften geschlossen. Aus der Auslizenzierung von MESUPRON® und REDECTANE® können Vorab- und Meilensteinzahlungen und, im Falle einer erfolgreichen Entwicklung und Marktzulassung der Produktkandidaten, Umsatzbeteiligungen fließen. Das gilt auch für eine potenzielle Partnerschaft für RENCAREX®.

 

 

Im März 2018 gab Heidelberg Pharma den Abschluss einer exklusiven Forschungsvereinbarung für mehrere Zielmoleküle mit Magenta Therapeutics bekannt. Bei dieser Zusammenarbeit sollen aus Magentas Stammzellplattform für ihre Antikörper und Heidelberg Pharmas ATAC-Technologie neue ATACs (Antikörper-Amanitin-Konjugaten) für bis zu vier exklusive Zielmoleküle hergestellt werden. Magenta erhält dabei die Option für die exklusive Lizenzierung der weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte aller Produktkandidaten, die aus der Zusammenarbeit hervorgehen. Im Rahmen einer exklusiven Lizenzvereinbarung würde Heidelberg Pharma zusätzlich erfolgsabhängige Zahlungen für klinische Entwicklungs-, regulatorische und umsatzabhängige Meilensteine erhalten, wenn Magenta die Optionen für alle Zielmoleküle ausüben würde und alle Meilensteine erreicht würden. Pressemitteilung

Nach der Optionsausübung für die Weiterentwicklung des Zielmoleküls CD117 im Oktober 2018 hat Magenta im November 2019 die Option für das Zielmolekül CD45 ausgeübt und wird die Entwicklung darauf basierender Antikörper-Amanitin-Konjugate im Rahmen einer exklusiven Lizenzierung fortsetzen.

 

Eine exklusive Forschungsvereinbarung besteht seit Juni 2017 mit Takeda Pharmaceutical Company Limited für mehrere Zielmoleküle zur gemeinsamen Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (Antibody Drug Conjugates – ADCs) mit dem Wirkstoff Amanitin. Im Rahmen der exklusiven Forschungsvereinbarung wird Heidelberg Pharma Antikörper-Amanitin-Konjugate (ATACs) unter Verwendung von Antikörpern aus Takedas proprietärem Portfolio für bis zu drei Zielmoleküle herstellen. Takeda erhält dabei die Option für die exklusive Lizenzierung der weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte aller Produktkandidaten, die aus der Zusammenarbeit hervorgehen. Sollte Takeda die Option ausüben, ist der Partner sowohl für die weitere präklinische und klinische Entwicklung als auch für die mögliche Vermarktung aller lizenzierten Produktkandidaten verantwortlich. Pressemitteilung

 

 

Partnerschaften in Entwicklung und Vermarktung weiterer Produkte

TLX250-CDx

Bei TLX250-CDx (INN: 124I-Girentuximab, vormals REDECTANE® ) handelt es sich um eine radioaktiv markierte Form des monoklonalen Antikörpers Girentuximab, der an das tumorspezifische Antigen Carbonische Anhydrase-9 (CAIX), das auf der Oberfläche von Krebszellen des klarzelligen Nierenzellkarzinoms exprimiert wird, bindet. Es wurde gezeigt, dass TLX250-CDx mit PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie/ Computertomographie), dem derzeit üblicherweise genutzten CT in der Diagnostik von klarzelligen Nierenzellkarzinomen, eindeutig überlegen ist.

Heidelberg Pharma AG hat im Januar 2017 mit dem australischen Unternehmen Telix Pharmaceuticals Limited einen weltweiten Lizenzvertrag zur Entwicklung und Vermarktung von TLX250-CDx abgeschlossen. Pressemitteilung

upamostat


Upamostat (vormals MESUPRON®) ist ein Inhibitor des uPA-Systems und stellt nach Ansicht der Gesellschaft einen vielversprechenden neuen, nicht zytotoxischen Ansatz zur spezifischen Hemmung von Metastasierung und Primärtumorwachstum bei soliden Tumoren dar. Upamostat wurde von der Heidelberg Pharma bis Phase II entwickelt.

 

Im März 2014 hat Heidelberg Pharma AG  mit dem chinesischen Unternehmen Link Health Group eine Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft für upamostat für China abgeschlossen. Pressemitteilung

Ende Juni 2014 folgte eine zweite Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft mit dem israelischen Unternehmen RedHill Biopharma Ltd., die alle Gebiete außerhalb Chinas umfasst. Pressemitteilung

Strategische Allianzen

  • Janssen Biotech Inc., Malvern, USA/Universität von Leiden, Niederlande, 1999: Einlizenzierung des G250 Antikörpers (Girentuximab). Pressemitteilung

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